Erinnerung an die von der Stadtwache gesprengte Osterversammlung der Täufer am 12.4.1528. Damals wurden 88 „Gartenbrüder“ und „-schwestern“ verhaftet

Wann: am Sonntag den 12. April 2015, 12.30 Uhr
Wo: „Daucherhaus“, Hinterer Lech 2, (Ecke Schleifergasse)

Erinnerung an die von der Stadtwache gesprengte Osterversammlung der  Täufer am 12.4.1528. Damals wurden 88 "Gartenbrüder" und "-schwestern" verhaftet. Wie seit 2 Jahren eine Gedenktafel dokumentiert, wurde die  Hausherrin Susanna Daucher ausgewiesen, der Prediger Hans Leupold hingerichtet, drei andere erhielten mit glühendem Eisen ein Kreuz in die Backe gebrannt. Elisabeth Heggenmiller wurde die Zunge herausgeschnitten. Viele wurden ausgewiesen.
 
Heute werden in Syrien, im Irak und anderswo Christen verfolgt. Vor 70  Jahren, am 9.4.1945 wurde Dietrich Bonhoefferf im KZ Flossenbürg erhängt. Am 17.4.1944 der katholische Priester Max Josef Metzger in  Brandenburg wegen seines Widerstandes gegen das NS-Regime enthauptet.
Sie mögen eine ähnliche Passionszeit erlebt haben wie die Geschwister  in Augsburg vor 487 Jahren.
 
Der heutige Hausbesitzer ermöglicht uns, zum Jahrestag der Täuferversammlung in das gerade im Umbau befindliche untere Stockwerk zu kommen. So machen wir nach unserem Gottesdienst (Beginn 10 Uhr, Frauentorsraße 43) einen Spaziergang zum Daucherhaus und versammeln  uns zum Gedenken am historischen Ort.
 
Weil es sehr kurzfristig anberaumt ist, erwarten wir nicht viele Teilnehmer. Wer nicht kommen kann, möge im eigenen Kontext an damals  und heute Verfolgte gedenken.
 
Wolfgang Krauß
Mennonitengemeinde